Kurz gesagt: Wackelt nur der Belag, lohnt sich eine Sanierung fast immer. Ist der Unterbau abgesackt oder läuft Wasser zum Haus, ist ein Neubau meist ehrlicher und auf Jahre gerechnet sogar günstiger. Hier erfahren Sie, wie Sie den Unterschied erkennen.
Wir werden oft zu Terrassen gerufen, die erst acht oder zehn Jahre alt sind und schon Probleme machen: Platten kippeln, Fugen sind leer, nach Regen steht Wasser vor der Tür. Fast immer liegt die Ursache unter dem Belag. Deshalb beginnt jede Sanierungsberatung bei uns mit derselben Frage: Was macht der Unterbau. Die Antwort entscheidet über alles weitere.
Der einfache Test für Ihren Unterbau
Laufen Sie nach starkem Regen über die Terrasse und schauen Sie hin. Bleibt Wasser in Pfützen stehen, stimmt das Gefälle nicht. Kippeln einzelne Platten, während die Nachbarplatten fest liegen, ist meist nur die Bettung ausgespült. Senkt sich aber eine ganze Ecke oder eine Bahn ab, hat sich der Unterbau gesetzt. Die ersten beiden Fälle lassen sich sanieren. Der dritte Fall riecht nach Neubau, weil Flickwerk an der gleichen Stelle in zwei Jahren wieder aufbricht.
Wann eine Sanierung reicht
Reicht der Schaden nur bis zum Belag, gibt es gute Nachrichten. Reinigen und neu verfugen verwandelt viele Terrassen: Hochdruck, passendes Reinigungsmittel, Fugen neu einschlämmen, fertig. Einzelne Platten tauschen lohnt sich, wenn Ersatz verfügbar ist oder wir auf Stelzlager umstellen. Belag erneuern auf tragfähigem Unterbau ist die eleganteste Lösung: alter Belag runter, neuer Belag drauf, Gefälle und Anschlüsse bleiben. Das geht schneller als ein Neubau und kostet spürbar weniger.
Wann ein Neubau ehrlicher ist
Drei Zeichen sprechen für neu statt flicken. Erstens: Das Wasser läuft zur Hauswand statt weg, und die Aufbauhöhe lässt keine Korrektur zu. Zweitens: Der Unterbau ist zu dünn oder unverdichtet, die Fläche setzt sich flächig. Drittens: Sie wollen ohnehin einen anderen Belag, andere Größe oder Stufen statt Stolperkante. Dann zahlen Sie bei einer Sanierung zweimal: einmal für das Provisorium, einmal für den Neubau zwei Jahre später. Das sagen wir auch dann, wenn wir damit einen kleineren Auftrag verlieren.
Was eine Sanierung ungefähr kostet
Zur Orientierung: Professionelle Reinigung mit Neuverfugung liegt meist im niedrigen vierstelligen Bereich. Teilerneuerung des Belags auf intaktem Unterbau landet je nach Material und Größe oft bei der Hälfte bis zwei Dritteln eines Neubaus. Liegt der Unterbau im Argen, nähern sich die Kosten dem Neubau so weit an, dass neu bauen die bessere Entscheidung ist. Eine Zahl ohne Besichtigung wäre unseriös, aber mit diesen Relationen können Sie Angebote einordnen.
Ihre Terrasse macht Probleme? Terrassenbau in Nürnberg: Wir schauen uns Unterbau und Gefälle an und sagen Ihnen ehrlich, ob Sanieren reicht oder neu bauen sinnvoller ist.